Ayurveda hat, ähnlich der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) eine Puls- und Zungendiagnose und eine Elementelehre. Die Stärke von Ayurveda liegt in der Kombination verschiedener Therapieansätze.
Ein wichtiges Element im Ayurveda ist die Ernährung. Die Ernährung wird auf die Konstitution (Vata-Pitta-Kapha) des Patienten abgestimmt und mit der Gabe der passenden Gewürze und Kräuter unterstützt.
Ein weiteres Element ist die Pflanzenheilkunde: Die Pflanzen werden nach bestimmten Kriterien klassifiziert, z. B. ob sie eher kühlen oder erhitzen und welche Eigenschaften sie auf die Funktionskreise im Körper haben. Es können sowohl ayurvedische als auch europäische Pflanzen zum Einsatz kommen, Ayurveda kennt da keine Berührungsängste.
Manuelle Therapien kommen von außen zum Einsatz. Ayurveda unterscheidet zwischen nährenden und auskratzenden Verfahren, je nach Konstitution des Klienten.
Auch Ausleitungsverfahren gab es im alten Indien schon. Die sogenannte Pancha Karma Kur (fünf Handlungen), beinhaltet eine Vorphase zur Verbrennung von Schlackenstoffen im Körper sowie inneren und äußeren Ölungen zur Lösung von weiteren Stoffwechselprodukten. Die Hauptphase ist die eigentliche Ausleitung. Danach folgt eine Aufbau- und Erhaltungsphase.
Auch die Chronobiologie kannten die alten Inder schon. Je nach Jahreszeit und Tageszeit verhält sich der Körper unterschiedlich. Wenn rechtzeitig auf die Bedürfnisse des Körpers Rücksicht genommen wird, können manche Krankheiten vorgebeugt werden. Ein Beispiel ist der Übergang vom Sommer in den Herbst, wenn wieder die ersten Erkältungswellen durch das Land laufen und der Körper versucht sich auf die kalte Jahreszeit einzustellen. Mit einfachen Mitteln kann man einer Erkältung vorbeugen oder zumindest paroli bieten.
Ayurveda kennt auch das Konzept der Seele und verschiedene Zustände des Geistes. So hat die Meditation und Kontemplation einen festen Platz im Ayurveda.
All diese verschiedenen Aspekte werden im Ayurveda berücksichtigt.
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