 
Reiki und
die geistige Entwicklung
Als Reiki-Meister habe ich nach 16 Jahren professioneller
Lehrtätigkeit mittlerweile einige Schüler in Reiki eingeweiht, es sind
sicherlich ein paar tausend gewesen. Manche von ihnen haben sich sehr intensiv
mit dem Pfad des Reiki befasst, andere Reiki nur gelegentlich mal zum
Entspannen genutzt oder wenn etwas weh tat, ich gebe da bewußt nichts vor,
sondern überlasse das jedem selbst. Und das ist ja auch das Schöne am Reiki,
daß es keine Bedingungen stellt und nicht erst trainiert werden muß, sondern
bedingungslos wie ein Geschenk des Himmels Heilung überträgt je nach Bedarf,
Interesse und Hingabe.
Es mag durchaus sein, daß Reiki ein Leben lang bei manchen
Anwendern nur der gelegentlichen Entspannung dient, dem Abschalten vom
überlasteten Alltag, und auch das kann in der heutigen Zeit schon sehr
sinnvoll und hilfreich sein. Man kann Reiki aber auch bei regelmäßiger
Anwendung und intensiver Auseinandersetzung für die eigene Höherentwicklung
nutzen. Doch sich wirklich mit sich selbst auseinanderzusetzen, ist eine
Herausforderung, und so habe ich es leider des Öfteren erlebt, daß Klienten
nur dann kamen, wenn es ihnen sehr schlecht ging, sobald es wieder ein wenig
besser war, war auch schnell die Erkenntnis der Notwendigkeit, sich dem
Fühlen, dem Verdrängten oder der Vergangenheit zu stellen, wieder vergessen.
Jeder ist seines Glückes Schmied?.
Vor kurzem sah ich ein Video über die Kogi Indianer und ihre
Botschaft an den jüngeren Bruder, der Mutter Erde mit seiner Raffgier
zerstört, aus dem Jahre 1991. Auffallend dabei an den Kogi war, daß alle,
Kinder wie Erwachsene, in sich ruhten, sie hatten eine gute Verbindung nach
innen hin zu sich selbst, wie natürlich auch zum Spirit. Die Menschen unserer
Zivilisation wirken im Vergleich dazu verloren und gehetzt, ein Trauerspiel.
Viele in unserer Welt sind so sehr nach außen hin orientiert, daß sie gar
keine Verbindung mehr zu sich, zu ihrem inneren Wesen haben, daß sie nur noch
ihr Leben denken und sich von dem Rest lieber ablenken. Wer geht noch bewußt
in die Stille? Viele können die Stille kaum noch ertragen und sind ständig
hektisch mit äußeren Dingen befasst. Ein Mensch, der wirklich in sich ruht,
ist in unserer Welt schon auffallend und ungewöhnlich, bei den Kogi aber der
Normalzustand. Reiki kann dem gestressten Zivilisationsmenschen sehr gut und
auf eine ganz einfache und leicht zu erlernende Art helfen, hier wieder einen
Ausgleich zu schaffen und sich wieder selbst zu finden.
Mikao Usui, der Begründer des Reiki, definierte Reiki als den
Pfad zu Glück und Wohlbefinden und als Kraftquelle zur Entwicklung des
gesamten menschlichen Potentials. Da steckt also viel mehr drin an
Möglichkeiten und diejenigen, die sich auf den Weg machen, erleben eine
wunderschöne Wandlung hin zum Lichtvollen und Göttlichen, ihre Augen fangen
nach einiger Zeit an zu leuchten. (Es gibt so viele Augen, die leer und kalt
schauen, weil sie ohne Seele sind.)
In den letzten beiden Newslettern habe ich mehr über die
allerersten Phasen in der Begegnung mit sich selbst geschrieben, darüber, daß
wir zunächst einmal wieder lernen müssen zu fühlen statt nur zu denken, und
die Gefühle zu integrieren und ihnen ihren Platz in unserem Leben zu geben.
In diesem Beitrag soll es um Lektionen auf dem Pfad gehen, die in späteren
Phasen bedeutsam sind, um neurotische Elemente und auch um Gefahren und
Irrwege in der geistigen Entwicklung, die es zu erkennen und zu meistern
gilt.
Verstehe ich Reiki als Pfad zur Selbsterfahrung und
Selbsterkenntnis, integriere ich nach und nach den eigenen Schatten, das, was
unbewußt in mir wirkt und mein Wohlbefinden bestimmt. Die Ablösung von der
Mutter und vom Vater helfen, in die eigene Kraft und Wahrheit zu kommen, die
Arbeit mit dem inneren Kind macht uns wieder richtig lebendig und leicht und
läßt uns wieder am täglichen Wunder unseres Daseins teilhaben.
In der nächsten Stufe geht es um die spirituelle Entwicklung
und das bedeutet nichts anderes als das Ego, die stets präsente
Ichbezogenheit zu zähmen, also die Lebensweise nach den Reiki Lebensregeln
auszurichten. Um diese Ebene soll es in diesem Artikel gehen. Mit Reiki haben
wir eine unerschöpfliche Kraftquelle stets ?zur Hand?, die uns den Pfad zur
Vollkommenheit weist. Die Gedanken zur Ruhe zu bringen schenkt inneren
Frieden und stete Gelassenheit, den Stolz zu besiegen macht es überflüssig
sich zu rechtfertigen und in Konkurrenz zu gehen, Haß und Gier, die
eigentlichen Ursachen des Leidens, zu verringern, läßt das Herz, die Seele
aufblühen. Und eines Tages öffnet sich ? endlich ? das Tor zum Licht, zu den
höheren Ebenen und wir treten in eine ganz andere Welt ein. Dann gibt es kein
Zurück mehr, das Leben des Weltlings würde uns nie wieder zufriedenstellen
können. Und je konsequenter wir die Erkenntnisse umsetzen, umso stabiler wird
der Zustand der Ichlosigkeit, es gibt kein Auf und Ab mehr im Leben sondern
nur noch ein beständiges Voranschreiten auf dem Pfad, in guten wie in
schlechten Zeiten.
Dann ist der Geist des Reiki in uns angekommen und es sollte
klar sein, daß eine derartige Entwicklung nur dann möglich ist, wenn wir
ernsthaft und mit ganzem Herzen dabei sind. Es lohnt sich allemal, aber ist
nicht immer der bequeme Weg. Doch gibt es etwas anderes, das uns am Ende in
Frieden und rückblickend auf ein sinnvolles und erfülltes Leben sterben läßt?
Wenn wir uns in unserer Haut rundum wohl fühlen wollen, müssen
wir uns der inneren Wahrheit stellen, dem Meister in uns folgen. Die
Glückseligkeit im Herzen unabhängig von allen äußeren Dingen ist ein
himmlisches Geschenk, das all die Mühen vergessen macht und all die Wunden
heilt.
Nun zu ein paar Themen, die durchaus Probleme machen können in
einzelnen Phasen dieser Höherentwicklung, die ich deswegen gerne dem
geneigten Leser bewußt machen möchte.
?Bin ich überhaupx gut und fähig genug??, wurde ich
gelegentlich gefragt. Und dahinter verbirgt sich oft ein Scham- und
Schuldkomplex, der besonders typisch für die christliche Kultur ist. Kirche
wie Eltern haben diese Schuldmanipulation gut für ihre eigenen Zwecke zu
nutzen gewußt, sich darüber groß und wichtig gemacht auf Kosten des Kindes
oder Kirchgängers. Nur ein stabiles Selbstwertgefühl ist auch eine stimmige
Art mit sich zu sein, dann ist man weder groß noch klein, man ist. Aber es
ist bestimmt nicht leicht, diesen Schuldkomplex zu überwinden, wenn er sich
erst einmal tief in das eigene Wesen eingenistet hat. Eines mag dabei sehr
gut helfen: Wenn ich lerne, liebevolle Hinwendung und vollkommenes Mitgefühl
für andere zu praktizieren, so beginne ich dabei bei der eigenen Person, bin
also auch mir selbst gegenüber genauso mitfühlend wie ich dies anderen
gegenüber versuche zu sein. Das eigene Wesen wird demnach liebevoll
angenommen und akzepxiert, so wie es halt ist, die eigene Unvollkommenheit
liebevoll in den Arm genommen. So bekomme ich Zugang zu diesem Teil und kann
ihn mit auf den Weg nehmen anstatt in ablehnender Art und Weise dagegen
anzugehen und ihn doch als ständigen Störenfried und Widersacher niemals
richtig in die Disziplin zu kriegen.
Und das bringt uns auch gleich zum nächsten ganz ähnlich
gelagerten Thema, zu dem Problem, perfekt sein zu wollen oder zu müssen. Auf
jeder Stufe der geistigen Entwicklung können sich ungelöste Ego-Anteile
dazwischen drängen und den Fortschritt behindern, wenn nicht gar in eine völlige
Sackgasse führen, ein besonders tragisches Mißverständnis sei am Ende dieses
Artikels erläutert. Wohl dem, der einen guten erleuchteten Meister oder
heiligen Führer auf dem Pfad gefunden hat, mit ihm eine lebendige Verbindung
zu halten versteht und so einen guten Spiegel hat.
Jeder, der sich auf die Herausforderung einer spirituellen
Entwicklung eingelassen hat, strebt danach, einer von den Guten zu sein, ein
besserer Mensch zu werden. Dies kann eine sehr gute und segensreiche Bestrebung
sein, die dem eigenen Wohl wie auch dem der anderen vortrefflich dient.
Oftmals ist damit aber auch eine Tendenz zu Scheinheiligkeit oder eine
Kompensation im Ego damit verbunden, deren wahre Ursache mangelnder
Selbstwert und fehlende Selbstliebe sind. Hat dies erst seine Eigendynamik
entfaltet, wird der Mensch alles tun um nur nicht mit der eigenen
Erbärmlichkeit konfrontiert zu werden und die Wahrheit über sein ach so
spirituelles Streben zu erkennen.
Das ehrgeizige Streben danach, besonders gut, lieb, nett,
hilfsbereit etc. zu sein, basiert auf einem Defizit in der eigenen Persona,
und dieses Defizit wiederum boykottiert echten geistigen Fortschritt. So ist
es dann unmöglich, sich selbst in der Unvollkommenheit zu lieben, sich
anzunehmen, wie man ist, das Streben nach spiritueller Entwicklung wird zu
einem neurotischen Muster. Stattdessen wird eine Scheinpersona angestrebt in
der eigenen Vorstellung, während alle Verletzungen und Enttäuschungen im
Herzen verdrängt werden. Das hat auf die Dauer einen unguten Einfluß auf die
psychische Gesundheit: Der Zwang, sich selbst zu verleugnen, um ein
akzepxabler guter Mensch zu sein, kann fanatische Züge entwickeln, bis eines
Tages das System zusammenbricht unter all dem Druck.
Schön ist es, wenn wir uns an Idealen und den Reiki
Lebensregeln orientieren, wenn aber alle (eingebildete) Unvollkommenheit
nicht mehr sein darf, werden diese Wesensanteile verdrängt, sie werden zu
dem, was C. G. Jung den Schatten nannte. Die Arbeit an der eigenen
Vollkommenheit muß also weise und behutsam geschehen und sich auf einer
gesunden Basis von Selbstliebe und Selbstwert entfalten, sie darf nicht aus
einer neurotischen Motivation heraus als Kompensation für mangelnden
Selbstwert geschehen. Sobald die Psyche beginnt, sich stets kleiner oder
größer zu machen, nähren wir nur die Neurose und nicht die geistige
Entwicklung und die Hingabe an ein Ideal. So geschieht es dann, daß das
unvollkommene einfach verdrängt wird und man sich und seine Umwelt so
manipuliert, daß man nur noch beweisen will, etwas Besseres zu sein, etwas
besonderes, höher als andere. Nach außen hin mag dies sogar besonders
bescheiden auftreten, den Täuschungen der menschlichen Psyche sind keine
Grenzen gesetzt.
Aber alles, was dann erreicht wird, ist eine perfekte Neurose
und keine echte Läuterung des eigenen Wesens. Sobald man ein wenig unter die
Oberfläche des Super-Egos schaut, sieht man das fehlende Mitgefühl und die
Unfähigkeit, sich so zu akzepxieren wie man ist, mit seinen Stärken und
seinen Schwächen. Und da sind wir wieder bei demselben therapeutischen Ansatz
angelangt, der auch ganz zu Beginn des Wegs in der Begegnung mit den Gefühlen
hilfreich ist: Zunächst einmal das liebevoll anzunehmen, was da ist, das gute
wie das schlechte.
Das Streben nach Vollkommenheit bedeutet nicht, auf der
relativen Ebene eine vollkommene Persona hervorbringen zu können, sondern
diese Vollkommenheit ist erst im Transzendenten, also jenseits von gut und
schlecht, jenseits von aller Wertung und Ichbezogenheit zu finden.
Wenn wir dieses neurotische Streben des Egos, besser sein zu
wollen, endlich aufgegeben haben, dann kann sich das ursprünglich Gute in uns
entfalten, ohne daß das Ego noch dazwischen funkt. Der erste Ansatzpunkt ist
ganz klar: Sich selbst so liebevoll anzunehmen, wie man gerade ist. Dann muß
man nicht mehr vor sich und anderen etwas vorgeben, vorspielen, was man gar
nicht ist, dann wird die Persönlichkeit zu einer Einheit und kann sich
effektiv der geistigen Entwicklung widmen, ohne daß das Ego immer wieder alle
Bemühungen zu Nichte macht.
Ein gesundes, heiles Selbstwertgefühl, ein Gefühl des
Ich-Bin-Okay, braucht weder ständige Bestätigung noch ist es am Boden
zerstört, wenn es Ablehnung erfährt, es ist stabil und frei und unabhängig.
Dies findet man nur im Innern und im eigenen Herzen. Reiki kann uns den Weg
dahin zeigen und tagtäglich dabei stützen.
Es ist schön und gut, mich ernsthaft zu bemühen, eine positive
Eigenschaft in mir zu nähren und zu entwickeln, es ist sicherlich auch gut,
die eigenen Fehler und Unzulänglichkeiten klar zu sehen, beides aber hat
nichts mit Selbstliebe und Selbstwert zu tun. Das wahre Wesen kann beides,
das vollkommene wie das unvollkommene umfassen und integrieren auf dem Pfad
des Reiki.
Hilfreich im Kampf gegen die Fallstricke des Egos ist es auch,
sich klar zu machen, daß wir uns hier die ganze Zeit auf der relativen Ebene
bewegen, daß also die Wahrheit, die ich heute erkenne, auf der nächsthöheren
Stufe schon wieder anders aussehen kann. Die asiatische Logik, die durchaus
Gegensätze nebeneinanderher bestehen lassen kann, ist da hilfreicher als das
westliche rein rationale logische Denken. So muß sich das Ich auch nicht mehr
nur mit der definierten Wahrheit identifizieren, sondern eher noch mit der
Stille, mit der Leerheit und mit dem Beobachten aller Dinge, die da kommen
und gehen und letztendlich keine Substanz aus sich selbst heraus besitzen.
Jede Ebene, jede Phase der geistigen oder psychischen
Entwicklung hat ihre Stärken und ihre Fallstricke, weise und geschickt muß
der Sucher sein, um den Geist des Reiki auf allen Ebenen manifestieren zu
können.
Etwas anderes möchte ich hier gern noch aufzeigen, eine der
tückischsten Ego-Fallen, die leider in der Kultur des New Age hier im Westen
weit verbreitet ist: Psychische Fähigkeiten wie beginnende Hellsichtigkeit
oder Hellfühligkeit, Aurasehen oder Telepathie sind niemals gleichbedeutend
für eine höhere geistige Entwicklung und in keinster Weise ein Zeichen von
Spiritualität. Auch ein kleines Kind, das sich bedroht fühlt von den Alkoholiker-Eltern
kann derlei zusätzliche Antennen entwickeln.
Die spirituelle Entwicklung dreht sich um das Erkennen und
Leben des ursprünglich Guten in uns, es ist die Selbstmeisterung und
Läuterung bis hin zu dem Punkt, wo wir heilig geworden sind. Dies ist ein
Zustand, in dem das Ego sich völlig dem großen Ganzen wieder hingegeben hat
und zeigt sich äußerlich durch Zurückhaltung, Bescheidenheit, Selbstlosigkeit
und aufrichtige Nächstenliebe. Gar manche aber im New Age, die ein wenig
psychische Fähigkeiten entwickelt haben, verlieren dann jeglichen Boden unter
den Füßen und entwickeln eine Egomanie, die zur grotesken Show wird, also
auch ständig Publikum braucht, um dem inneren Minderwertigkeitsgefühl zu
entfliehen.
Man wähnt sich auserwählt und als etwas Besonderes nur weil man
ein wenig Aura sehen kann oder meint, die Botschaft des Erzengels verkünden
zu können, ist aber doch nur verblendet, eingebildet und abgehoben. Alle
Nuancen der Scheinheiligkeit, Selbstgerechtigkeit und Selbstüberschätzung
erwachsen daraus, eine gesunde Selbstkritik scheint es nur noch auf einem
fernen Planeten zu geben und wehe dem, der diesen Menschen darauf aufmerksam
zu machen wagt.
Psychische Fähigkeiten werden hier völlig mit Spiritualität
verwechselt und können, wenn das Ego sich ihrer bemächtigt ein schweres
Hindernis sein für eine weitere stimmige Höherentwicklung, insbesondere auch
deshalb, weil diese Menschen dann blind und taub geworden sind, Warnungen
rechtzeitig ernst zu nehmen, bevor das Schicksal dann korrigierende Maßnahmen
ergreift.
Und so möchte ich gerne diesen Artikel mit einem Zitat von
Mutter Meera beenden: ?Jeder möchte unbedingt so gerne etwas Besonderes, er
möchte ?special? sein. Erst wenn du zu einem Nichts geworden bist, dann bist
du (bei Gott) angekommen.?
Möge jeden Tag all die
Heilung geschehen, die du erwünschst, gemäß dem Plan deiner Seele.
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Ein erleuchtender Besuch
beim Tulku
Für mich persönlich sind Dinge wie Reinkarnation, Karma,
lichtvolle und dunkle Wesen ohne einen physischen Körper eine Realität und keine
Einbildung: Und so wendet sich der folgende Text an diejenigen, die mit
diesen Themen etwas anfangen können. Diejenigen LeserInnen, die dies alles
für Quatsch und Mumpitz halten, mögen einfach runter scrollen und an anderer
Stelle in diesem Newsletter weiter lesen.
Wir leben im New Age, in einer Zeit, in der die Esoterik hier
im Westen boomt und viel Schönes, Sinnvolles und Gutes, aber auch einige
Gepflogenheiten entwickelt hat, die ich für eher fragwürdig halte. Und da
schaue ich gerne mal zum Vergleich in die tibetische Kultur, die schon 1000
Jahre mit dieser Materie befasst ist und viele Erleuchtete, Weise und Seher,
viele große Meister hervorgebracht hat. Die Tibeter haben mit all diesen
Phänomenen einfach viel mehr Erfahrung und gehen oftmals geschickter und
weiser damit um. Es finden sich z. B. unendlich viele ausführliche und
tiefgründige Erklärungen zur tibetischen buddhistischen Praxis in Büchern und
auch auf Webseiten, niemals aber eine Anleitung, wie eine Einweihung zu geben
ist. In der westlichen Reiki- und Engel-Szene ist dies leider anders. Ein
jeder mag auch über die Ferne von tibetischen Ritualen Segen und Heilung
empfangen, niemals würde aber eine Ermächtigung gegeben werden, diese gibt es
nur in einer persönlichen Begegnung mit dem Meister und auch nur in wohl
dosierter Form, den Anlagen des Schülers gemäß. Bei uns findet sich
?Ausbildungen zum Reiki-Meister? leider sogar bei ebay.
Padmasambhava ist der
größte aller tibetischen Heiligen und Meister, er wird als der zweite Buddha
bezeichnet, und hatte viele außergewöhnliche Fähigkeiten. Guru Rinpoche, wie
er auch genannt wird, hat für die jetzige Zeit vorausgesagt, daß Katastrophen
und Leid, daß die Zahl der dunklen Wesen zunehmen wird und es immer
schwieriger werden wird, lichtvoll zu sein und sich der spirituellen Praxis
ungestört zu widmen.
Tulku Ajam Rinpoche,
der in 2010 bei uns zu Besuch in Göttingen war, ist eine Wiedergeburt (Tulku)
eines erleuchteten Buddhas, eine sehr beeindruckende und für mich absolut
glaubwürdige, alldieweil reine und selbstlos mitfühlende Persönlichkeit. Ein
Buddha kann die karmischen Auswirkungen bis ins kleinste Detail erkennen und
so hat mir Tulku Ajam diese Zusammenhänge besonders gut deutlich machen
können, insbesondere weil wir gerade mal ein Dutzend Teilnehmer waren, ein
jeder also persönlich Fragen stellen konnte.
Tulku Ajam hat die Prophezeiungen von Padmasambhava noch
genauer erläutert und in der für einen Erleuchteten typischen Klarheit und
Weisheit gesagt: ?Hungergeister und Dämonen sind nichts anderes als
verstorbene Menschen ohne Körper, die vom Weg abgekommen sind, manche geistig
hoch entwickelt und entsprechend machtvoll. Sie haben sich kein gutes Karma
geschaffen und irren so in ihrem unerlösten Zustand umher, können aber auch
ohne einen physischen Körper großes Unheil unter den Menschen anrichten.
Tulku Ajam sagte eindrücklich: "Die psychischen Probleme und
Verwirrungen der Menschen wie auch plötzliche seltsame und unerklärliche Tode
werden verursacht durch diese unerlösten Wesen in den nächsten Jahrzehnten
stark zunehmen.?
Diese Aussage ist klar und präzise und ist die wesentliche
Information dieses Textes. Ihre Bedeutung auch für die westliche New Age
Szene wie für die Arbeit der Reiki-Meister, Lichtarbeiter etc. werde ich im
Folgenden näher zu erläutern versuchen, auch wenn dies gewiß nur subjektive
Schlußfolgerungen sind, die nicht dem erleuchteten Geist eines Buddha
entstammen.
?? Geisteskrankheiten und plötzliche Todesfälle durch den
Einfluß dunkler Wesenheiten?? Was bedeutet das für uns? Ein neuer (alter)
Heilungsansatz für die Psychiatrie, da die Kirche diese Aufgabe nicht mehr
wahrnimmt? Eine Ermahnung, mit mentalen Fähigkeiten und mit Einweihungen
sehr, sehr gewissenhaft umzugehen? Es kommen also vermehrt höher entwickelte
Menschen mit psychischen Fähigkeiten in unserer Zeit, die als Zombies
umhergeistern, weil sie ihre Kräfte mißbraucht haben?
Karma, das alles bestimmende und unausweichliche Gesetz von
Ursache und Wirkung beinhaltet nicht nur die Art der Wiedergeburt, ob wir
reich oder arm sind, ob wir einen guten treuen Partner zur Seite haben oder
nicht, sondern auch die geistige Ebene, welche Tugenden und
Charaktereigenschaften wir im Leben entwickeln und mit welcher Motivation wir
denken und handeln und somit unser Karma schaffen. Gehen wir den Weg der
Läuterung und Selbstmeisterung, dann werden wir im Geiste stets stärker als
das Schicksal sein und unser Leben selbst bestimmen, in die Hand nehmen
können. Vernachlässigen wir diese Eigenverantwortung, finden wir uns schnell
in einer psychischen Eigendynamik wieder, die sich immer mehr verstrickt in
unerlöste Muster, bis wir dem äußeren Leben und der inneren Verblendung
völlig ausgeliefert sind.
Die Dinge laufen zu lassen, das geschieht von selbst, sich
hingegen in seinen Absichten genau zu prüfen und auf das Schaffen von
positivem Karma, der Buddhist nennt dies Verdienst, zu achten, bedeutet eine
bewußte Anstrengung zu unternehmen. Ohne gutes Karma gibt es aber auch keine
Möglichkeit, sich höher zu entwickeln und letztendliches Glück und
Wohlbefinden zu erlangen.
Dann ist es vom Karma her gesehen keineswegs egal, ob ich Reiki
anbiete, um anderen auf ihrem Weg zu helfen oder ob ich schnell und leicht zu
Geld und Ruhm kommen will. Mit der Motivation schaffe ich die karmischen
Bedingungen, wenn ich Wunschgebete mache, allen Wesen helfen zu können, so
schaffe ich gute karmische Voraussetzungen, daß in diesem oder in zukünftigen
Leben die Menschen auch zu mir kommen. Wenn ich nur für mich selbst Vorteile
suche, schaffe ich ein anderes Karma, das sich ebenfalls auswirken wird.
Und im esoterischen Bereich, in dem wir ja die Verbindung zum Unsichtbaren
herstellen, egal ob Heiler, Kartenleger oder Reiki-Meister, hat das Gesetz
vom Karma noch weitere Auswirkungen in dem Sinne, daß wir die guten oder die
bösen Geister anziehen. Wenn also nicht die selbstlose Motivation, anderen zu
dienen, im Vordergrund steht, sondern ichbezogene Elemente vorherrschen, so
ziehe ich damit die Wesen an, die meiner wahren Intention entsprechen.
Noch einmal zurück zu der Aussage von Ajam Tulku: ?Psychische
Verwirrung und plötzliche Todesfälle werden stark zunehmen verursacht durch
dunkle Wesenheiten, die ihre geistigen Kräfte zuvor als Mensch mißbraucht
haben, und deren Zahl wird stark zunehmen.? Der DGH hat schon vor Jahren
mitgeteilt, daß sich Heiler in Deutschland vermehrt Angriffen der dunklen
Seite ausgesetzt sehen, in der Reiki-Szene ist mittlerweile auch das
Entweihen, das Entfernen falscher Einweihungen verbreitet, ich selbst habe
wegen des aktuellen Bedarfs eine spezielles Seminar zu diesem Thema
entwickelt, das Lichtsegen-Seminar Dao Reiki 2. Grad. Es ist auffällig, daß in
den letzten Jahren in deutschen tibetischen Zentren viel mehr Einweihungen in
zornvolle Gottheiten (die also auch vor Dämonen schützen und diese bezwingen
können) und weniger in friedvolle Gottheiten gegeben werden. Von einer
westlichen Sufi-Tradition, die sicherlich bei weitem ehrfürchtiger und
gewissenhafter als viele andere in der Eso-Szene mit ihrer Verantwortung
umgehen, weiß ich, daß sie einige Zeit lang alle Seminare gecancelt haben,
weil sie mit ihren Heiligen keinen wirksamen Schutz mehr aufbauen konnten für
die Teilnehmer ihrer Veranstaltungen.
Ein Reiki-Meister (wie auch andere, die in ihre Energien
einweihen,) hat somit eine große Verantwortung: Ist seine Einweihung sauber,
und kann er den Space für seine Einweihungen über die Jahre hinweg rein und
klar halten, so ist diese sehr heilsam und segensreich für die Schüler. Ist
sie es nicht, dann schafft dies große Probleme, denn die dunklen Mächte
warten nur darauf, das ist ein gefundenes Fressen für sie. Mancher
Reiki-Meister findet gar an dieser Macht Gefallen und denkt nicht daran, daß
er damit für viele Inkarnationen die dunkle Seite wählt und im Moment des
Todes von den Zombies abgeholt wird, wenn er nicht schon vorher in der
Psychiatrie landet. Da möchte ich doch gerne einmal Klartext reden.
Gute Motivation und guter Wille allein reichen in einer Welt,
wie sie Tulku Ajam und Padmasambhava prophezeit haben, nicht aus, um einen
geschützten Raum für Reiki Einweihungen zu bieten, dieser Raum muß bewußt
aufrechterhalten werden. Man kann nicht einfach in einer alten Kirche oder in
einer Burgruine mit lauter unerlösten Seelen eine Einweihung geben, das ist
ein Unding! Ebenso muß der einweihende Meister darauf achten, daß nicht einer
der Schüler einen Dämon mitbringt, der möglicherweise so machtvoll ist, daß
er die Einweihung in Reiki dann für seine Zwecke zu mißbrauchen versucht und
dies eventuell auch erreicht. Sogar S. H. Dalai Lama mußte 2005 in Zürich
dafür sorgen, daß die Shugden-Anhänger den Saal verlassen, um nicht alle
anderen während seiner Einweihung zu gefährden.
Wer unter den Reiki-Meistern kann es erkennen, ob der Schüler
eine saubere Einweihung empfangen hat oder nicht? Es gibt eindeutige
Eigenschaften, die dies aufzeigen, einer der Punkte ist, daß ein Schutz
besteht, daß ein Reiki Behandler mit einer korrekten Einweihung auch
keinerlei Krankheiten seiner Klienten übernehmen kann. Die in der Reiki
Allianz verbreitete Fehlinformation, nur dann, wenn man 4 Einstimmungen im 1.
Grad erhalten hat, habe man eine richtige Einweihung erhalten, ist
irreführend. 4 Einstimmungen sind nur in der Einweihung nach Frau Takata
üblich, nicht aber in dem weltweit anerkannten Tibetan Reiki von William Rand,
da gibt es 1 einzige Einstimmung, und auch nicht im Tera Mai, da schreibt das
Ritual drei Einstimmungen vor. Die Zahl der Einstimmungen hat also gar nichts
mit richtiger oder falscher Einweihung zu tun, sondern nur mit der Form des
Rituals. Oder hat Usui Sensei sein Reiju immer 4mal in Einzelsitzungen
gegeben?
Spukphänomene, im Reiki-Radius war von Energie-Vampiren die
Rede ? ?das ist halt so??-, sind meiner Meinung nach wirklich keine
Normalität in Reiki-Behandlungen oder ?Einweihungen und sollten als klares
Warnzeichen gesehen werden, derlei ist immer verbunden mit unerlösten Wesen.
Diese haben meiner Meinung nach nichts, aber auch gar nichts in sauberer
Reiki-Arbeit zu tun! Hier muß ein Clearing gemacht werden, damit die weitere
Entwicklung auch heilsam sein kann.
Mich hat die Aussage von Ajam Tulku Rinpoche mit ihrem klaren
Hinweis auf die karmischen Konsequenzen sehr beeindruckt, so sollte
vielleicht auch im New Age bewußter und verantwortungsvoller mit Energien,
Einweihungen, Sternentoröffnungen, Channeln usw umgegangen werden, wenn man
nicht die nächsten Inkarnationen als Zombie verbringen will und ohne die
geringste Möglichkeit, Licht und Frieden auf dem Weg noch einmal zu begegnen.
Eine Geschichte von der Esoterikmesse in Göttingen, es mag schon
über 10 Jahre her sein, kann ich hier als ein warnendes Beispiel anführen, um
ungeschminkt aufzuzeigen, wie leichtfertig manchmal mit dem Channeln
umgegangen wird: Am Samstag ging ich auf die Messe und entdeckte einen Stand
mit Heilern, der recht professionell aufgemacht war und an dem es eine
kostenlose Probebehandlung gab. Ich dachte mir, gut, mal sehen, ob ich hier
noch etwas Heilsames dazulernen kann. Die 10 Minuten Bestrahlung mit dem
?Licht der A...-K...? war kraftvoll und intensiv, ich fühlte mich auch
aufgeladen und lichtvoller hinterher.
Am Sonntagmorgen stand ich vor dem Spiegel und entdeckte, daß
ich nicht nur behandelt worden war, sondern eingeweiht, dieselbe Energie kam
auch aus meinen Händen. Und es waren Wesen hinter mir, die eher Ungutes im
Schilde führten. So ging ich wieder auf die Messe und fragte dort am Stand
nach: ?Ja, stimmt, ist ja erstaunlich, du bist ja schon eingeweiht??, war die
lapidare Antwort. Es kam heraus, daß die gute Frau diese Energie erst vor 3
Monaten empfangen hatte und ich mit einigen anderen Messebesuchern also ein
Versuchskaninchen gewesen war. Ich traf mich auch nochmal mit ihr, um ihr
meine Erfahrung und meine Einschätzung mitzuteilen, nachdem ich doch mehrere
Tage gebraucht hatte, diese Wesen wieder loszuwerden. Die Frau nahm mich
überhaupx nicht ernst und hatte genügend gechannelte Informationen, die mich
widerlegen sollten, die allerdings bei logischer Betrachtung eher spinnert
waren. Nun gut, ich hatte mein Bestes versucht, mehr konnte ich nicht tun.
Im Laufe der nächsten Jahre wurden mehr und mehr der Insider
dieses ?Heilkreises? durch einen Göttinger Heilpraktiker zu mir zum Entweihen
geschickt, allesamt hatten sie Unfälle mit Feuer erlebt. Und sie waren froh,
dann wieder von dieser Einweihung erlöst zu sein. Auch bei einer älteren
Heilpraktikerin konnte ein erfolgreiches Clearing gemacht werden, sodaß sich
ihre Psyche wieder stabilisierte, ihre Praxis daraufhin wieder füllte und
ihre Existenz gerettet war. Der letzte erschütternde Fall aus diesem Kreis,
bei dem ich um Hilfe gerufen wurde, drehte sich um eine psychisch labile
Frau, die mit dieser unsauberen Energie fernbehandelt wurde und sich
währenddessen mit Benzin übergossen und angezündet hat?. ! Zufall???
... Die Frau, die dies alles ins Leben gerufen hat, macht mittlerweile unter
einem anderen Namen weiter?
Leider ist dies kein Märchen, sondern ein Horrorfilm aus
unserem Esoterik-Alltag, der zeigen soll, wie leicht Menschen auf
Gechanneltes reinfallen und wider aller Logik dann weitermachen, weil sie
schon eingefangen wurden und an der neuen Macht Gefallen gefunden haben.
Manche im New Age gehen da doch recht unbekümmert mit ihren
(Geschäfts-)Praktiken um, ohne sich bewußt zu machen, was ihre Handlungsweise
bedeutet, welche karmischen Prozesse damit ausgelöst werden und welche
Geister damit gerufen werden.
Eine prominente deutsche Reiki-Meisterin, die #1 der Radiance,
weiht andere in Reiki aus der Ferne ein, ohne daß diese überhaupx davon
wissen, weil sie meint, diese sollten bessere Menschen werden, womit sie sich
aber auch im Reiki-Magazin keine Freunde gemacht hat. Das ist im Grunde
genommen schwarze Magie und ein Akt reinster Überheblichkeit, weiße Magie
respektiert immer den freien Willen anderer und läßt sie ihren eigenen Weg
gehen, schwarze Magie hingegen geht den Weg der Macht und Selbstherrlichkeit.
Es vergeht kaum ein Tag, an dem ich nicht Energien zugesandt
bekomme, um die ich gar nicht gebeten habe, manchmal finde ich mich - mal
immer Nachts um 2°° oder ein paar Wochen lang jeden Sonntag, vor kurzem sogar
alle 30 Minuten - in Ritualen, um die ich ebenfalls niemals gebeten habe.
Reiki und Hexenmagie sowie Ritualmagie scheinen sich mehr und mehr zu
mischen, ETs werden per Händedruck übertragen, Kids gehen auf den Friedhof
zum Vollmond, machen das Pentagramm mit der Spitze nach unten, nur um den
Mädels zu imponieren, ein kleines Kerzenritual und der vermeintliche
Konkurrent hat keine Klienten mehr, oder der Wunschpartner ist einem
verfallen. Ein falscher Klick auf einer Webseite und du bist schon
eingeweiht, doch ob das wirklich Reiki ist? Es ist unglaublich, wie viele
hier mit ihrem Leben, mit ihrem Wohlbefinden und Glück spielen und sich auf
etwas einlassen, das sie nach kurzer Zeit nicht mehr unter Kontrolle haben.
Das Karma ist niemals zu betrügen, es wird sich immer genauestens auswirken.
Der freie Wille eines jeden Menschen, sich seine eigenen
Energien und Rituale auszusuchen, sollte von jedem respektiert werden. Andere
zu manipulieren, und sei es sogar im Namen von Reiki, ist schon schwarze und
nicht mehr weiße Magie. Tue also nur das, von dem du willst, daß es auch mit
dir geschehe!
Tulku Ajam Rinpoche hörte nicht auf während der Belehrungen zu
einer Einweihung in eine zornvolle Dharmaschützer-Praxis zu betonen, daß auch
der Buddha, der zornvoll erscheint, im Innern reines selbstloses Mitgefühl
ist: Der zornvolle Schützer muß sogar noch mehr als andere auf das reine
Mitgefühl, das allen, auch den Dämonen, nur das Beste und das höchste Glück
wünscht, achten, und darf niemals eigennützig motiviert sein. Nur so schafft
man positives Karma und positive Verbindungen zu allen fühlenden Wesen.
Ich erhoffe mir von diesem Artikel, daß die Achtsamkeit und das
Verantwortungsbewußtsein für diese Thematik in der Szene besser geschult
werden, vielleicht auch manche Gutgläubigkeit von Unterscheidungsfähigkeit
abgelöst wird, daß allgemein hier wachsamer mit dem Wohl der Mitmenschen und
damit auch mit dem eigenen Karma umgegangen wird. Keineswegs möchte ich mich
zu einer Instanz aufspielen, die immer weiß, was wirklich gut ist oder nicht.
Und leider habe ich in den wenigen Fällen, in denen ich jemand direkt darauf
aufmerksam gemacht habe, daß eine Einweihung oder eine Energie nicht sauber
war, die Erfahrung gemacht, daß diese Information ignoriert wird, oder aber
die Reaktion auf meinen Hinweis war sogar giftig bis verleumderisch. Hier
wird dann eine karmische Lektion wohl eher der leidvollen Art die Dinge
wieder bereinigen müssen.
Spannend war in diesem Zusammenhang auch, daß Tulku Ajam
Rinpoche mir aufzeigte, daß es manchmal weise ist, um jemanden einen großen
Bogen zu machen und gar nicht erst mit den Wesenheiten oder dem Menschen
energetisch in Kontakt zu kommen. Wie es in der Bibel so schön geschrieben
steht: Sanft wie eine Taube und schlau wie eine Schlange. Nicht jedem ist zu
helfen, Mitgefühl allein ist manchmal gar töricht und die Weisheit gebietet
dann, das Böse sich selbst und seinem Karma zu überlassen.
Es wird also in den kommenden Jahrzehnten nicht leichter werden
für all diejenigen, die sich zum Licht hin entwickeln wollen, alle
Prophezeiungen des Buddha Shakyamuni wie auch von Padmasambhava haben sich
seit 2500 bzw. 1000 Jahren bewahrheitet, sind für mich also eine absolut
zuverlässige Informationsquelle. Je mehr wir geistige Fähigkeiten entwickeln,
umso mehr ist es angeraten, penibel genau auf die karmischen Auswirkungen zu
achten, also langfristige heilsame Entwicklungen anzustreben. Manches was
zunächst verlockend erscheint, führt geradewegs in die Hölle. Und wer kümmert
sich dann um diese Wesen? Oder sollte man sich besser ganz raushalten, um
überhaupx noch weiter mit den lichtvollen Wesen verbunden sein zu können?
Sicherlich wird das Thema Schutz an Bedeutung gewinnen, psychische Probleme
und seltsame Unfälle, beides verursacht durch Verstorbene, die ihre geistigen
Fähigkeiten mißbraucht haben, werden stark zunehmen, ? sollte man da nicht
achtsam sein?
Mögen dich stets ein guter
Schutz begleiten, dein Einar Stier.
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